Solarbetrieb SenseBox:home


#1

Hallo,
ich habe seit kurzem eine voll bestückte SenseBox:home incl. Feinstaubsensor am Laufen, die ihre Daten mittels LoRa an mein Gateway schickt und die dann in osm sichtbar sind. Läuft alles prima soweit, ein ganz dickes Dankeschön an das Team!
Für den Aufstellort an unserer Schule soll die Box per Solar betrieben werden. Aufbau über das Set aus dem Shop mit dem 10W Solarpanel und dem Laderegler. Als Puffer dient ein 2000mAh LiPo, angelötet an den Laderegler.
Die blaue LED des Ladereglers leuchtet, die gelbe Charging LED ebenso, das Panel stand die letzten Tage bei mir zuhause den ganzen Tag in der prallen Sonne und alle 2 Tage leuchtet die rote Unterspannungswarn-LED des Ladereglers. Aufladen über ein Steckernetzteil über Nacht und das Spiel kann wieder von vorne losgehen.
Über der Sperrdiode liegen 4,4V (Tageslicht, keine direkte Sonnenbestrahlung), drehe ich das Panel auf den Rücken sinkt die Spannung auf 4,1V.
Ist das normal oder eine meiner Komponenten kaputt? Gibt es andere Erfahrungswerte (im Forum ist die Sprache von “es könnte an langen dunklen Wintertagen eng werden”)?

Viele Grüße,
Wolfgang


#2

Hallo Wolfgang,

ich vermute, dass Deine Station ziemlich viel Strom zieht und
deshalb der Ladezyklus so kurz ist.
Zum Ersten müsstest Du mal messen, wieviel Strom Deine
Sensebox benötigt. Daraus läßt sich errechnen, wie lange Du alleine
mit dem LiPo die Box betreiben könntest.
Ich vermute, nicht allzu lange.
Meine Station wird auch mit Solar betrieben, habe aber festgestellt,
dass bei längerem Nicht-Nachladen auch mein 7,2 Ah-Akku bald in die
Knie geht.

Ich erinnere mich an einen Hinweis, wenn Du über SenseBox ein Solar-Set
kaufen möchtest:
(Zitat)
“Wir weisen darauf hin, dass dieses Set-up nur bedingt für die
langfristige Durchführung autarker Messungen geeignet ist.
Je nach Sonneneinstrahlung und Jahreszeit ist eine durchgehende
Erfassung von Messdaten nicht möglich.”

Für mich heißt das, es geht nur mit einem Netzanschluss, der im
Idealfall sich automatisch zuschaltet.

Meine Lösung, allerdings noch nicht endgültig realisiert:

Bei Pollin gibt es einen Bausatz “Universal Akku-Tiefentladeschutz”,
den werde ich im Zuammenschalten mit dem Solarladeregler dazu nutzen,
um bei niedriger Akkuladung (Spannung) ein Netzteil dazu zu schalten und,
wenn per Sonne wieder genügend Akkuladung zur Verfügung steht, das
Netzteil wieder zu deaktivieren.
Beim diesem Tiefentladeschutz läßt sich eine Hysterese festlegen, mit der
Du den Ab- und Einschaltpunkt definieren kannst.
Ein wenig elektrische Bastelei (Relais) ist zu machen.
Zusätzlich werde ich noch ein größeres Solarpanel einsetzen, um auch
bei Nicht-Direkt-Sonneneinstrahlung noch Ladekapazität zu haben, was
aber das grundsätzliche Problem nicht löst.

Schöne Grüße, Raimund


#3

Hallo Raimund,
vielen Dank für Deine Antwort. Im Forum wird von 170mA gesprochen, wenn ich großzügig mit 200mA rechne komme ich ohne nachzuladen auf 10h, das wäre quasi eine Nacht. Jetzt ist die Frage wieviel das Panel tagsüber nachladen kann. Die letzten Tag war hier voller Sonnenschein. Auf dem Panel steht 10W, rechne ich großzügig mit 5W und 5V sind das 1A Ladestrom, also sollte der Akku in 2h wieder voll sein? Von mir aus auch in 5h, aber soviel Sonne war hier locker die letzten Tage und das Panel auf der Terrasse voll ausgeleuchtet… Hmmm, vllt. gibt es ja noch weitere Erfahrungen.
Die Idee mit dem zuschaltbaren Netz ist nett, ich denk mal drüber nach. Schränkt halt den Aufstellort an der Schule stark ein.

Schönen Abend,
Wolfgang